Über innere Heilungsprozesse (Teil 1)

Heilungsprozesse der Seele sind tiefgreifend und mitunter überwältigend bis umwälzend in ihrem irdisch erfahrbaren Ausmaß.

Diejenigen, die solche Art der Heilungsarbeiten und Entwicklungsprozesse noch nicht bewusst erfahren haben, mögen sich mitunter wundern oder „die Welt“ ( sich selbst) nicht mehr „verstehen“, wenn sie sich in einem solchen Prozess wiederfinden.

Wichtig ist, sich bewusst zu machen und dafür zu öffnen, dass energetische Heilungsprozesse nicht den Regeln rationaler Erkenntnisse oder Kategorisierungen unterliegen. Sie sind nicht „kontrollier- und steuerbar“ im eigentlichen Sinne.

Genau hierum geht es ja eben: den Verstand, der das „Ruder fest in der Hand“ hat und uns mit seinen „Regeln“ durch unser Leben manövriert, in seine Schranken zu weisen und alles, was sich in unseren Herzen angestaut hat, in den Fluss zu bringen (unser Herz, das Tor zu unserer Seele, wieder auf unseren Lebenskurs zu senden – und zwar im Vertrauen).

Hierbei gilt es aufmerksam und reflektiert zu sein mit dem, was an Gefühlen „freigesetzt und hochgespült“ wird / werden kann. Denn durch unsere Glaubenssätze und Verhaltensmuster haben wir uns eine Art „Kleidung“ maßgeschneidert, die wie angegossen passt, so lange wir eben bestimmte Emotionen vermeiden. Sobald diese jedoch hochschwemmen, „platzt“ uns im wahrsten Sinne der Kragen / das Hemd oder wo auch sonst immer die Blockade sitzen bzw. ihren Ausdruck finden mögen.
Hinzu kommt, dass sich häufig mehrere Blockaden deckeln und es gar nicht so einfach ist, ihre gegenseitigen und ineinander verschachtelten Schutzfunktionen zu durchschauen – so arbeitet man sich oft mühevoll Schicht für Schicht weiter durch bis zum Knotenpunkt.

Schauen wir uns das mal näher an: Was geschieht denn, wenn wir durch die uns bekannten Gewässer des Lebens lenken ?
Wir greifen auf unsere Erfahrungen (oder „von anderen übernommenen“ Erfahrungen) zurück. Dies sind Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die uns vermeintlich vor der Konfrontation mit unseren Ängsten schützen wollen. „Innere Wahrheiten“ – die wir somit zu Fundamenten unseres Lebens erheben. In der Regel stammen diese bereits aus anderen Leben und finden in unserer jetzigen Inkarnation entsprechende „Re-Inszenierungen“. Sie sind in Wahrheit die Geschenke unseres Lebens, da sie uns unablässig die Möglichkeit bieten, in Heilung zu gehen. Nehmen wir uns dieser Verantwortung (uns selbst und unserer Seele gegenüber) an, so können wir den Heilungsweg als fließend, sanft und stärkend erleben.

Die dunklen Täler gilt es hierbei dennoch zu durchschreiten in dem tiefen Vertrauen, dass uns die Aussicht auf der Bergspitze mit all seinem Licht „entlohnt“ für unsere „Mühen“ entlohnt.

Hierbei – auf all diesen Wegen – dürfen wir uns daran erinnern und erfahren, dass wir begleitet sind alle für uns notwendige Unterstützung stets zur Verfügung steht – wenn wir uns für diese öffnen (Stichwort: Glaubenssätze und Verhaltensmuster auflösen, die uns daran hindern, diese Unterstützung und Verbundenheit wahrzunehmen / anzunehmen).

Unser EGO ist intelligent. Unfassbar intelligent, wie ich immer wieder staunend feststelle. So geht es Schicht für Schicht tiefer, mal schneller, mal langsamer, mal im Fluss, mal in Konfrontation, mal in Erleichterung (Herzöffnung) , mal in Widerstand (Herz schließt sich).

Im nächsten Beitrag:
Über innere Heilungsprozesse (Teil 2)
Innere Heilungsprozesse: Glaubenssätze und Verhaltensmuster erkennen und auflösen (Schritt 1 – Selbstreflexion & Disziplin: eine gewisse „Eigenarbeit“ ist Voraussetzung zu Heilung)

Eure Ann-Kathrin

 

share

Schreibe einen Kommentar