Entwicklung & Bewusstwerdung

Im Prinzip entwickeln wir uns täglich, ja stündlich oder mitunter sogar minütlich weiter, wenn wir uns auf unsere Entwicklungsprozesse einlassen.

Heilung kann – das verblüfft auch mich immer wieder aufs Neue – unfassbar schnell geschehen. Die Betonung liegt hier auf KANN. Denn jeder Heilungsprozess verläuft natürlich individuell.

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es wirklich so, dass sich „innerhalb eines Moments“ alles verändern kann – nämlich dann, wenn die Bewusstwerdung, Akzeptanz / Annahme und das „sich darauf Einlassen“ WIRKLICH stattfinden.

Woran kann man das nun für sich messen? Warum findet Heilung manchmal so schnell und vollumfänglich statt und manchmal scheinbar gar nicht oder in vielen (niemals enden scheinenden) Schritten?

Ich denke, dass es hierfür verschiedene Gründe gibt. Deshalb möchte ich gerne unterscheiden:

1. Es gibt einfach Themen, die sich als besonders „tief sitzend“ in zäheren Heilungsprozessen offenbaren und erleben lassen als andere. Dies kann man auch sehr gut metaphorisch auf unsere physischen Körper übertragen:

  • Nicht jede Wunde heilt gleich schnell / gut / leicht / schmerzfrei / juckfrei: Je tiefer die Wunde, desto mühsamer / langwieriger ist der Heilungsprozess. So in etwa ist es häufig auch auf Seelenebene. Zumal unsere seelischen Wunden sich häufig gegenseitig deckeln und miteinander vernetzt sind. Gelingt es uns, direkt an die Ursache zu gelangen, so geschieht Heilung in einem anderen Verlauf als wenn wir uns Schicht für Schicht „nach unten (zum Ursprung) durcharbeiten“.
  • Zugleich ist es aber auch nicht immer möglich, sofort an den Ursprung zu gelangen. Dies wiederum ist davon abhängig, ob die Seele bereit ist bzw. bis zu welchem Punkt die Seele Heilung zulässt. Mitunter ist die Vorgabe der Seele, dass bestimmte Erkenntnis- und Entwicklungsschritte nicht abgekürzt werden können! (Zum Beispiel, weil diese an bestimmte Lernaufgaben geknüpft sind.)

    Da ist es wieder. Dieses für viele so „unliebsame“ Wort „Lernaufgabe“. Des Öfteren habe ich gehört „Vergessens-Aufgabe“. Ich persönlich nenne es gerne „Erkenntnisschritt“. Denn: Was ist denn eine Lernaufgabe letzten Endes?

    Ein Schritt auf dem eigenen Weg = Ein Schritt in die Erkenntnis und Bewusstwerdung.

2. Dann gibt es natürlich auch die Situationen, in denen der Mensch innerhalb seines Heilungs- Entwicklungsprozesses in den Widerstand / die Blockade geht. Denn: Jede Heilung bedeutet auch „Arbeit“ an und mit sich selbst. Achtsamkeit, kontinuierliche Achtsamkeit. Und die Bereitschaft zu Veränderung einschließlich einhergehender Handlungen.

Energetische Heilimpulse wie Seelenkommunikationen und Fernheilungen oder Channelings / Readings bieten uns tiefere Einsichten und Erkenntnisse, ich vergleiche es gerne mit einer Art „Beratung durch die Geistige Welt“. Wir erhalten Impulse, Botschaften, Einblicke, tiefere Zusammenhänge aus einer Art „Meta-Perspektive“.
Energetische Heilungen sind keine „Wunderpillen“, die einfach all unsere Probleme in Luft auflösen lassen.

Es obliegt also UNSERER ENTSCHEIDUNG (freier Wille), ob wir auch wirklich bereit sind, hinzusehen / hinzuhören und loszulassen. Ob wir wirklich bereit sind, etwas zu verändern!

Insofern liegt es unter anderem AUCH (nicht ausschließlich s. Punkt 1) an jedem selbst, wie und in welchem Tempo / Umfang man sich auf die eigene Transformation einlässt.

Jeder, der einen solchen Prozess schon durchlebt habt, weiß, dass es hierbei noch mal „richtig zur Sache“ gehen kann. Heilung kann – ich möchte da nichts schön reden – schmerzen! Denn: Alles, was seit Jahren (häufig: seit vielen Inkarnationen!) unterdrückt / abgespalten worden ist, kommt an die Oberfläche / in den Fluss!

Es ist wie bei einem verstopften Rohr. Das, was nicht fließen kann, „schießt“ u.U. mit einem enormen Druck aus dem Rohr raus, wenn die Verstopfung sich löst. Auch bildlich ist es eigentlich ein wirklich schöner Vergleich: Denn der ganze „Schmodder“ , der sich da angestaut hat, muss natürlich irgendwo „raus“.

Wie macht sich so etwas nun bemerkbar? Nun, auch das ist wieder individuell ganz unterschiedlich. Es kann von Weinen über körperliche Schmerzen über Sehnsucht, Wut, Angst bis hin zu Panik oder aber auch totaler Erleichterung, Freude, Heiterkeit, Leichtigkeit oder sogar bis hin zu körperlicher Krankheit (z.B. Grippeähnliche Symptome, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen usw) wirklich alles dabei sein. Es ist wie eine Art „Erstverschlimmerung“, die einem u.U. noch einmal den Boden unter den Füßen wegziehen kann. (Viele von euch mögen dies auch von homöopathischen Behandlungen kennen. Vor der Heilung kommt es zu einer ersten Verschlimmerung, die „böse aussehen kann“.)

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es hierbei wichtig, liebevoll mit sich selbst zu sein und diese „anzunehmen“. Wenn es zu heftig ist, haben wir immer die Möglichkeit, um Unterstützung in der Geistigen Welt zu bitten. Um eine Drosselung des Tempos oder auch um eine sanfte Heilung zu bitten. Körperlich unterstützend: Viel klares Wasser trinken. Jegliche ‚Gifte‘ wie Koffein, Nikotin, Zucker, Alkohol oder andere Dinge SEIN LASSEN, dem Körper Ruhe gönnen und in die bewusste Atmung gehen. Im Vertrauen bleiben.

Es ist wie eine Art „Entzug“ und dies kann uns u.U. wahrlich erschüttern.

Muss jede Heilung so verlaufen? Nein! Es kann auch als sanft und leicht, befreiend und erfüllend wahrgenommen werden – wie eine Last, die von einem abfällt oder „in Wellen / Phasen verlaufen“. Es ist eben „von bis“ alles möglich.

Parallel oder kurz darauf verspürt man in der Regel die ersten Veränderungen (häufig durch Spiegelungen im Außen). Situationen „lösen sich auf“, es kommt eine überraschende Wende in eine Situation / Beziehung, es ergeben sich Chancen und Möglichkeiten, wo bis dato alles blockiert schien, (chronische) Beschwerden lassen plötzlich nach (oder auch langsam). Einhergehend gibt es häufig eine Art „Blitzimpulse“ (Erkenntnisse), Entscheidungen, und / oder man erfährt eine einem unbekannte Form der Handlungsfähigkeit.

Entscheidend ist für die wirkliche, tiefe und vollumfängliche Heilung, dass die Bewusstwerdung auch „ins Herz rutscht“. Denn erst dann ist sie als „gelebte Realität / Erkenntnis“ auch integriert und DAS wiederum zeigt sich uns dann im Außen.

Im nächsten Beitrag: 👉 Wer hat (wann) (warum) das „Ruder in der Hand“?

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